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Gesundheitspraxis bewusstgsund, Massagezentrum Buchs SG Irmgard und Markus Benz

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Manuelle Lymphdrainage

Sanfte Hilfe bei Lymphödemen und Wassereinlagerungen

Die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine sanfte und effektive Therapie, die bei Lymphödemen und anderen Beschwerden eingesetzt wird. Durch spezielle Handgriffe wird der Lymphfluss angeregt und die Entstauung des Gewebes gefördert.

Was ist die manuelle Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, die darauf abzielt, das Lymphsystem zu aktivieren und den Abtransport von Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe zu fördern. Sie wurde vom dänischen Physiotherapeuten Emil Vodder entwickelt und ist heute eine anerkannte Behandlungsmethode bei Lymphödemen und anderen Erkrankungen.

Wie funktioniert die manuelle Lymphdrainage?

Bei der manuellen Lymphdrainage werden sanfte, rhythmische und kreisende Bewegungen auf der Haut angewendet, um den Lymphfluss anzuregen. Durch diese speziellen Handgriffe wird die Lymphflüssigkeit in Richtung der Lymphknoten transportiert, wo sie gefiltert und gereinigt wird.

Vorteile der manuellen Lymphdrainage:

  • Reduzierung von Schwellungen
    Durch die Förderung des Lymphflusses können Schwellungen, die durch Lymphödeme verursacht werden, reduziert werden.
  • Schmerzlinderung 
    Die manuelle Lymphdrainage kann helfen, Schmerzen zu lindern, die durch Lymphödeme oder andere Erkrankungen verursacht werden.
  • Verbesserung der Beweglichkeit
    Durch die Reduzierung von Schwellungen und Schmerzen kann die Beweglichkeit verbessert werden.
  • Stärkung des Immunsystems
    Die Lymphdrainage kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken, da die Lymphflüssigkeit auch für den Transport von Immunzellen zuständig ist.

Anwendungsgebiete der manuellen Lymphdrainage:

Die manuelle Lymphdrainage wird häufig bei den folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Lymphödeme (primär und sekundär)
  • Lipödem
  • Chronisch-venöse Insuffizienz
  • Postoperative Schwellungen
  • Traumata
  • Migräne


Worauf sollte man achten?

Die manuelle Lymphdrainage sollte nur von qualifizierten Therapeuten durchgeführt werden, die eine spezielle Ausbildung in dieser Technik absolviert haben.
Unsere Therapeutin Irmgard ist speziell geschult in Therapeutischen Massagetechniken.

Fazit:

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte und effektive Therapie, die bei Lymphödemen und anderen Beschwerden eingesetzt werden kann. Sie kann helfen, Schwellungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

1. Ödeme (Schwellungen)

Dies ist die Hauptindikation der MLD. Ödeme können unterschiedliche Ursachen haben:

  • Primäre Lymphödeme
    Angeborene Fehlbildungen oder Funktionsstörungen des Lymphgefäßsystems.

  • Sekundäre Lymphödeme 
    Erworben, meist als Folge von:

    • Krebsbehandlung: Zustand nach Lymphknotenentfernung (z. B. bei Brustkrebs, Melanomen).

    • Bestrahlungstherapie: Schädigung der Lymphbahnen durch Strahlung.

    • Trauma, Operationen und Verletzungen: Posttraumatische oder postoperative Schwellungen (z. B. nach Gelenkersatz, Kreuzband-OP).

  • Phlebödeme 
    Schwellungen aufgrund von Venenschwäche oder chronischer Veneninsuffizienz.

  • Lipödeme
    Fettverteilungsstörung, die häufig von einer sekundären Lymphstauung begleitet wird (Lipo-Lymphödem).

  • Inaktive Ödeme
    Schwellungen durch Bewegungsmangel oder Immobilität.

2. Schmerz- und Entzündungszustände

MLD wird zur Schmerzlinderung und zur Unterstützung der Heilung bei bestimmten entzündlichen und traumatischen Zuständen eingesetzt:

  • Nach Verletzungen/Traumata
    Zur schnelleren Reduzierung von Hämatomen (Blutergüssen) und Schwellungen.

  • Chronische Schmerzzustände
    MLD kann eine schmerzlindernde Wirkung haben (analgetische Wirkung), z. B. bei Fibromyalgie.

  • Rheumatische Erkrankungen
    Zur Unterstützung bei Schwellungen und Entzündungen in den Gelenken.

  • Morbus Sudeck (CRPS)
    Zur Schmerzlinderung und Entstauung bei diesem komplexen regionalen Schmerzsyndrom.

3. Neurologische Indikationen

  • Migräne und Spannungskopfschmerzen
    Als unterstützende Behandlung zur Entspannung und Entstauung im Kopf- und Halsbereich.

  • Neuralgien
    Zur Schmerzlinderung und Reduzierung von Druckempfindlichkeit.

4. Sonstige Indikationen

    • Narbenbehandlung
      Zur Verbesserung der Narbenelastizität und Reduzierung postoperativer Schwellungen im Narbenbereich.

    • Akne und dermatologische Probleme
      Im Gesichtsbereich zur Entstauung und Förderung der Heilung.

    • Stress und vegetative Störungen 
      Aufgrund der entspannenden und beruhigenden Wirkung der sanften Technik auf das Nervensystem.

⛔ Absolute Kontraindikationen (Behandlung muss unterbleiben)

Diese Zustände erfordern in der Regel eine sofortige oder andere medizinische Behandlung:

  1. Akute tiefe Venenthrombose (TVT)
    Die Massage könnte den Thrombus (Blutgerinnsel) lösen, was zu einer Lungenembolie führen kann.

  2. Akute und dekompensierte Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
    Die MLD mobilisiert grosse Mengen Gewebsflüssigkeit, die dann über das Blutvolumen zurück zum Herzen geführt werden. Bei einem bereits überlasteten Herzen kann dies zu einer gefährlichen Überlastung führen.

  3. Akute bakterielle Entzündungen und hohes Fieber
    Die Lymphdrainage könnte Erreger schneller im Körper verteilen (Sepsis-Gefahr).

  4. Erysipel (Wundrose)
    Eine akute bakterielle Hautinfektion, die sich durch die Behandlung ausbreiten könnte.

  5. Unbehandelte oder akute bösartige Tumore (Maligne Ödeme)
    In der Vergangenheit wurde MLD hier absolut ausgeschlossen, da eine Streuung befürchtet wurde. Heute ist die Behandlung von Lymphödemen nach Krebs (sekundäre Lymphödeme) jedoch die Hauptindikation. Aber bei aktiver, unbehandelter Krebserkrankung ist immer eine ärztliche Genehmigung erforderlich.

⚠️ Relative Kontraindikationen (Vorsicht und ärztliche Rücksprache nötig)

Bei diesen Zuständen kann eine MLD unter bestimmten Voraussetzungen oder mit modifizierter Technik durchgeführt werden:

  1. Hypotonie (Niedriger Blutdruck): Die Behandlung kann den Blutdruck weiter senken und Schwindel verursachen. Hier muss langsam und vorsichtig therapiert werden.
  2. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Die Behandlung im Halsbereich sollte vermieden werden.
  3. Asthma bronchiale: Starke Manipulationen im Brust- und Halsbereich können einen Asthmaanfall auslösen; die Behandlung muss sehr sanft erfolgen.
  4. Schwangerschaft
    Im Allgemeinen unbedenklich, aber einige Reflexzonen und Techniken sollten insbesondere im ersten Trimester vermieden werden
  5. Nierenfunktionsstörungen
    Die erhöhte Flüssigkeitsausscheidung kann die Nieren belasten; daher ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.
  6. Chronische Entzündunge
     MLD kann unter Umständen hilfreich sein, muss aber mit Vorsicht angewendet werden.
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